Zwei Hände legen Zuckereier in eine farblich aufeinander abgestimmte Reihenfolge.

Abläufe neu organisieren

Regelmäßig wiederkehrende Abläufe geben dem Tag eine Struktur und damit Sicherheit sowie Orientierung. Sie fördern die Selbstständigkeit und das Gefühl, gebraucht zu werden. So ist es auch in Bezug auf die täglichen Mahlzeiten.

Wiederkehrende Abläufe geben Sicherheit

Eine an Demenz erkrankte ältere Person schneidet gekochte Kartoffeln in Scheiben.

Menschen mit Demenz erinnern sich leichter an Mahlzeiten und Essgewohnheiten, wenn sie bei der Vor- und Zubereitung einbezogen sind. Dies gibt ihnen eine sinnvolle Beschäftigung, die Erinnerungen weckt und auf das Essen und Trinken einstimmt. Wir geben Ihnen hier einige Tipps, wie Sie Mahlzeiten gemeinsam vorbereiten können.

Diese Abläufe sind gut geeignet:

Gut beschriftete bzw. bebilderte Küchenschränke helfen bei der Orientierung in der Küche. So kann die an Demenz erkrankte Person das Tischdecken gut übernehmen, kommt dabei in Bewegung und kann sich gleichzeitig darüber orientieren, dass gleich Essenszeit ist. Der Kontakt mit den Gegenständen, den Geräuschen und den Gerüchen weckt zudem Erinnerungen.

Mit ein wenig Anleitung können Sie Aufgaben abgeben, die zur Vorbereitung einer Mahlzeit gehören, wie etwa das Schneiden oder Waschen von Lebensmitteln. Auch hier hilft der Kontakt zu den Lebensmitteln, sich zu erinnern. Zudem fühlen sich die Betroffenen gebraucht, da sie über diese Tätigkeiten zum Gelingen einer Mahlzeit beitragen.

Gerüche behalten wir neben bestimmten Geräuschen besonders gut im Gedächtnis. Deshalb ist der Geruch mancher Speisen gut geeignet, um Erinnerungen und Gefühle zu wecken. Da die Geschmackssinne nachlassen, würzen Sie gezielt, um das Geschmackserlebnis zu steigern. Dies können Sie gemeinsam tun.

Überlegen Sie, welche Gewohnheiten und Rituale helfen können, sich entspannt auf eine Mahlzeit einzustellen und Erinnerungen wach zu halten. Bewahren Sie diese täglich wiederkehrenden Abläufe, denn sie geben Struktur und damit Sicherheit.

Alfons in Nahaufnahme
Alfons D., 76 Jahre, seit 4 Jahren an Demenz erkrankt:
„Ich helfe meiner Frau. Sie sagt mir, was ich machen soll. Ich stelle die Teller hin. Ich mache das gerne. Manchmal mache ich einen Fehler. Dann ärgere ich mich.“