Mit einem Messer wird ein Ei auf Brot zerteilt, die Gabel hält das Ei fest.

Wie wirkt sich eine Demenz auf die Ernährung aus?

Menschen mit Demenz können alltägliche Dinge weniger gut erinnern und sich neue Dinge schlecht merken. Sie vergessen deshalb auch, was es bedeutet, mit Genuss zu essen und wie gesellig eine gemeinsame Mahlzeit sein kann.

Situationen nicht mehr erkennen

Auf einem Tisch steht ein Teller, darauf befindet sich ein roter Wecker mit zwei Löffeln.

Das Gespür für den Alltag lässt nach

Wenn ein Mensch Tageszeiten und damit auch Essenszeiten nicht mehr bewusst erinnert, kann er irritiert auf den Alltag reagieren. Eigentlich müsste er Hunger und Durst verspüren und diese Körpersignale deuten können. Doch diese Fähigkeiten gehen bei einer Demenzerkrankung verloren. Auch das Zeitgefühl kann stark beeinträchtigt sein, sodass den betroffenen Menschen die Orientierung fehlt. Dies kann Angst und Unmut hervorrufen, was für Sie als pflegende Angehörige auf den ersten Blick evtl. nicht nachvollziehbar ist.

Orientierung und Erinnerung verlieren

Menschen mit Demenz können sich gut an Dinge aus der Vergangenheit erinnern. Sie wissen jedoch oft nicht mehr, was vor wenigen Minuten geschehen ist. Welche Auswirkungen dies bezogen auf das Essen und Trinken haben kann, zeigen wir Ihnen hier.

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Abläufe vergessen

Menschen mit Demenz können sich an alltägliche Handlungen nicht mehr erinnern und haben etwa vergessen, wie eine Kaffeemaschine zu bedienen ist.

Zeitliche Orientierung verlieren

Menschen mit Demenz können die vergehende Zeit nicht mehr richtig einschätzen. Sie erkennen nicht, wann Essenszeit ist.

Orientierung verlieren

Menschen mit Demenz können sich weniger gut räumlich orientieren. Es fällt ihnen schwer, sich in der Küche zurechtzufinden und etwa Teller oder Becher zu holen.

Fähigkeiten verlieren

Menschen mit Demenz verlieren die Fähigkeit, Gebrauchsgegenstände zu verwenden. Sie wissen nicht, wie sie die Bewegungen ausführen sollen. Sie vergessen etwa, wie und wofür man Messer oder Gabel verwendet.

Körpersignale nicht spüren

Menschen mit Demenz spüren weniger deutlich, ob sie hungrig oder durstig sind. Deshalb können sie diese Bedürfnisse immer weniger gut formulieren.

Unterscheidungsfähigkeit verlieren

Manche Menschen mit Demenz verlieren im Krankheitsverlauf die Fähigkeit zu erkennen, was ess- oder trinkbar ist. Sie können nicht mehr unterscheiden.

In Nahaufnahme sind ein älterer Mann und eine Frau mittleren Alters zu sehen. Beide lächeln.

Marlene J., 42 Jahre, berichtet:

„Mein Vater ist sehr eigensinnig. Eine Zeit lang hat er oft gesagt, dass wir ihn vergiften wollen. Wir haben dann beschlossen, dass er bei der Vorbereitung der Mahlzeiten hilft. Das war eine Umstellung, doch jetzt isst er wieder, wenn ich koche.“