Souverän bleiben

Neben der ärztlichen Abklärung und Behandlung einer Inkontinenz gibt es noch weitere Optionen, um Verbesserungen zu erreichen und einen normalen Alltag leben zu können.

Führen Sie ein Tagebuch für Toilettengänge

Die Aufzeichnungen dienen als Analysehilfe und zur Vorbereitung auf eine regelmäßige Begleitung bei Toilettengängen. Wenn Sie mehrere Tage beobachten, werden Sie herausfinden, wann, wie oft und unter welchen Umständen es zu einem „Malheur“ kommt. Anhand dieser Ergebnisse können Sie Zeitpunkte für Toilettengänge einplanen.

Wie dies aussehen kann, zeigen wir Ihnen hier.

Die Vorlage können Sie sich hier herunterladen.

Unterstützen Sie regelmäßige Toilettengänge

Oftmals lassen sich „kleine Malheure“ durch den regelmäßigen Gang zur Toilette vermeiden. Mit den Ergebnissen Ihrer Aufzeichnungen können Sie Toilettengänge gemeinsam planen.

Hier noch einige Tipps:

Auf der Webseite der BARMER erhalten Sie Informationen zur Hautpflege bei Inkontinenz.

Sorgen Sie für die passenden Inkontinenzmaterialien

Nehmen Sie sich für die Auswahl einer passenden Inkontinenzversorgung etwas Zeit. Die Hersteller der Produkte bieten Probepakete an, die Sie zum Testen anfordern können.

Auf der Webseite der BARMER können Sie Informationen zur „Versorgung mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen für den häuslichen Gebrauch“ erhalten.

Auf der Webseite der BARMER können Sie Vertragspartner für Hilfsmittelversorgung auch in Ihrer Nähe finden.

Besondere Hilfsmittel

Bitte klicken Sie auf die Karten, um mehr zu erfahren.

Kondomurinal

Speziell für Männer gibt es ein Kondomurinal, über das der Urin mittels Schlauchsystem in einen Beutel abgeleitet wird.

Analtampon

Diese konisch geformten Tampons aus Schaumstoff oder Silikon verschließen den Enddarm für einen begrenzten Zeitraum und verhindern so den unkontrollierten Verlust von Stuhl.

Gerhard P. berichtet:

„Der Hausarzt meiner Frau hat ein Rezept ausgestellt und sie hat sich beraten lassen. Kurz danach kamen Produkte zum Testen bei uns an und Martha hat alles ausprobiert. Das war richtig gut, denn nun nutzt sie Produkte, mit denen sie fast allein zurechtkommt.“

Fordern Sie Beratung ein

Sie sind sich unsicher, ob das Vorgehen zum Toilettentraining oder zur Intimpflege richtig ist? Sie haben Bedenken, wenn es um die Inkontinenzmaterialien geht oder wissen nicht genau, welche Pflegemittel Sie verwenden dürfen?

Diese und weitere Fragen beantworten Ihnen professionelle Pflegekräfte, die sich auf das Thema spezialisiert haben. Auch eine gleichgeschlechtliche Beratung ist möglich.

Nehmen Sie frühzeitig eine häusliche Schulung in Anspruch. Die Gespräche können Ihnen Rückhalt geben und Sicherheit vermitteln.

Auf der Webseite der Deutschen Kontinenz-Gesellschaft e.V. können Sie eine zertifizierte ärztliche Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden.

Auf der Webseite der BARMER erhalten Sie Informationen zum Thema „Was hilft bei Blasenschwäche?“

Beckenbodentraining hat Potenzial

Die inneren Bauchorgane, wie Blase und Darm, werden durch die Beckenbodenmuskulatur gehalten. Auch die Schließmuskeln gehören zu diesem Muskelgerüst. Ein anhaltendes Training dieser Muskulatur trägt maßgeblich zu einer Verbesserung der Schließmuskelfunktionen und damit zur Kontinenz bei.

Martha P. berichtet:

„Ich mache jetzt täglich Beckenbodengymnastik. Die Übungen habe ich von meiner Physiotherapeutin. Witzig ist, dass Gerhard irgendwann angefangen hat, mitzumachen. Inzwischen gehören diese Übungen zur täglichen Routine.“

Die BARMER bietet Ihnen eine hilfreiche App an, die Sie beim täglichen Beckenbodentraining unterstützt.