Praxistipps für den Alltag

Nicht immer lassen sich alle Schwierigkeiten vermeiden und nicht jede Inkontinenz verschwindet komplett. Hier kommen deshalb einige Informationen, die das Leben mit einer Inkontinenz vielleicht etwas leichter werden lassen.

Die Wohnumgebung anpassen

Sorgen Sie für einen sicheren, gut ausgeleuchteten Weg zur Toilette. Wie Sie diesen gestalten können, erfahren Sie in unserer Broschüre „Wie vermeide ich Stürze?“. Auch genügend Platz im Bad, ein gut sichtbarer Toilettensitz und ggf. eine Toilettensitzerhöhung können hilfreich sein.

Schützen Sie die Sitzflächen der Möbel und die Matratze des Bettes. Geeignet sind feuchtigkeitsdichte Schutzauflagen, die üblicherweise zum Matratzenschutz verwendet werden. Zudem gibt es Möbelhersteller, die für Sitzmöbel spezielle antibakterielle, feuchtigkeitsabweisende und reinigungsfähige Materialien anbieten.

Sorgen Sie für einen sicheren, gut ausgeleuchteten Weg zur Toilette. Wie Sie diesen gestalten können, erfahren Sie in unserer Broschüre „Wie vermeide ich Stürze?“. Auch genügend Platz im Bad, ein gut sichtbarer Toilettensitz und ggf. eine Toilettensitzerhöhung können hilfreich sein.

Schützen Sie die Sitzflächen der Möbel und die Matratze des Bettes. Geeignet sind feuchtigkeitsdichte Schutzauflagen, die üblicherweise zum Matratzenschutz verwendet werden. Zudem gibt es Möbelhersteller, die für Sitzmöbel spezielle antibakterielle, feuchtigkeitsabweisende und reinigungsfähige Materialien anbieten.

Die Kleidung anpassen

Wenn es schnell gehen muss, ist es wichtig, Kleidung so auszuwählen, dass man sie leicht aus- und anziehen kann.
Hier kommen noch weitere Tipps:

Lösungen für die Nacht

Gerade nachts ist es oft problematisch, schnell zur Toilette zu kommen. Für diese Situationen bietet der Toilettenstuhl eine bettnahe Alternative. Sollte das Aufstehen schwierig sein, kann eine Bettpfanne oder die Urinflasche verwendet werden. Männer können alternativ ein Kondomurinal verwenden. Bei Stuhlinkontinenz kann in manchen Fällen über Nacht ein Analtampon vorbeugen.

Unangenehme Gerüche vermeiden

Bei einer Inkontinenz können Gerüche eine große Belastung darstellen, die den gesamten Alltag beeinträchtigen. Wie Sie effektiv dagegen vorgehen können, lesen Sie hier:

Lüften Sie die Wohnräume mehrfach am Tag. So können unangenehme Gerüche sich nicht festsetzen.

Verwenden Sie beispielsweise Eukalyptusöl oder ein anderes ätherisches Öl, stellen Sie Schälchen mit Kaffeepulver auf oder setzen Sie ein neutralisierendes Raumspray ein, welches effektiv Gerüche überdecken kann.

Eine zu lange Tragezeit führt oftmals zur Geruchsentwicklung. Zusätzlich können geruchsbindende Produkte benutzt werden. Die Hersteller haben verschiedene im Angebot.

Waschen Sie verschmutzte Wäsche möglichst schnell, um Gerüchen vorzubeugen und die Vermehrung von Bakterien zu vermeiden. Sollte das Waschen gerade nicht möglich sein, binden Sie Gerüche, indem Sie verschmutzte Wäsche möglichst zügig einweichen. Dazu können Sie dem Wasser Apfelessig zusetzen. Dieser hat durch die Säure zudem eine leicht desinfizierende Wirkung.

Legen Sie auf keinen Fall Kleidungsstücke zum Trocknen auf die Heizung.

Urinflecken auf Polstermöbeln können Sie mit zitronensäurehaltigen Mitteln beseitigen. Die Wirkung ähnelt der des Apfelessigs. Manche Flecken lassen sich auch gut mit Natron oder Backpulver entfernen.

Sammeln Sie benutzte Einlagen oder Windelhosen in einem separaten, gut verschließbaren Mülleimer und bringen Sie diesen Müll täglich zur Mülltonne.

Übrigens: In vielen Städten gibt es „Windeltonnen“, um die vermehrte Abfallmenge zu kompensieren. Erkundigen Sie sich bei Ihren Entsorgungsbetrieben.

Unterwegs sein

Mit ein wenig Vorbereitung und Ortskenntnis können Sie trotz Inkontinenz ganz entspannt das Haus verlassen.

Schauen Sie gezielt, wo unterwegs Cafés, Restaurants, große Kaufhäuser oder andere Ausflugsziele sind, deren Toiletten benutzt werden können. Achten Sie dabei ggf. auf eine barrierefreie Erreichbarkeit.

Es gibt verschiedene kostenfreie Apps, mit deren Hilfe man sich öffentliche Toiletten anzeigen lassen kann.

Mit dem EURO-Toilettenschlüssel können Sie jederzeit eine öffentliche WC-Anlage aufsuchen, da viele Toiletten mit einer einheitlichen Schließanlage ausgestattet sind, die sich mit diesem Schlüssel öffnen lassen.

Es ist gerade keine Toilette in der Nähe und es ist dringend? Im Handel werden verschiedene handliche Systeme für das notfallmäßige „kleine Geschäft“ unterwegs angeboten.

Nehmen Sie Wechselkleidung und ausreichend „Ausrüstung“ (wie Einlagen, Feuchttücher und Plastikbeutel) für Ausflüge mit. So sind Sie bei einem „Malheur“ entspannter.

Martha P. berichtet:

„Seit meiner Operation an der Gebärmutter, dem Blasentraining und der Gymnastik klappt es bei mir tagsüber so gut wie immer. Ich bin so froh darüber! Ich mag wieder rausgehen und jetzt planen wir sogar einen Urlaub.“