Ein alter Mann isst Brei mit einem Löffel.

Mit Schluckstörungen umgehen

Zur Unterstützung von Menschen mit Schluckstörungen braucht es etwas Übung. Es ist nicht einfach, zum Essen zu animieren und gleichzeitig gelassen zu bleiben, wenn es trotz aller Bemühungen doch zum Verschlucken kommt. Viel hängt von der Konsistenz einer Speise ab. Auch deshalb zielen einige der nachfolgenden Tipps auf eine individuelle Anpassung der Lebensmittel und Getränke, die Sie anbieten.

Ein Selbsttest ist hilfreich

Auf einem Tisch steht ein Smoothie, daneben liegen Spinatblätter und Strohhalme.

Wenn es notwendig wird, die typische Konsistenz einer Speise oder auch eines Getränks zu verändern, ist vorab ein Selbsttest hilfreich. Wie verhält sich die Speise im Mund? Klebt sie am Gaumen? Bildet sie einen Belag an den Zähnen? Und wie schmeckt die Speise durch die Veränderung?

Konsistenz anpassen

Suppen in grün, gelb und rot

Das Andicken ist eine Option, wenn jemand Probleme beim Schlucken von Flüssigkeiten entwickelt.

Mit Andickungsmitteln, wie etwa Soßenbinder oder anderen Geliermitteln aus dem Supermarkt, können Sie ähnlich verfahren wie bei Soßen. Das Produkt wird der flüssigen oder breiigen Speise zugegeben und festigt sie. Verschiedene Hersteller bieten spezielle Andickungsmittel an. Diese erhalten Sie in Apotheken oder Sanitätshäusern. Manche Produkte verfügen über zusätzliche Nährstoffe oder einen speziellen Geschmack.

Sie können mit einem Andickungsmittel auch Getränke andicken und so eine breiige oder auch festere Konsistenz erreichen. Anstatt eine Flüssigkeit zu trinken, wird diese gegessen. Es gibt für das Andicken von Getränken Produkte, die auch den Geschmack verändern oder den Nährstoffgehalt des Getränks steigern.

Sie können einen klassischen Smoothie aus verschiedenen Obst- oder Gemüsesorten zubereiten. Dieses Vitaminwunder lässt sich mit einem Andickungsmittel gut in der Konsistenz verändern. Manche Menschen mit Demenz mögen Smoothies recht gern und freuen sich, wenn ihnen auch bei einer Schluckstörung dieser Genuss erhalten bleibt.

Geben Sie sich Zeit, um herauszufinden, welche Speise in welcher Beschaffenheit Sie anbieten können. Denn der Umgang mit einem Andickungsmittel braucht einfach etwas Übung. Scheuen Sie sich nicht, für diese Versuche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Zugelassene Ernährungsberaterinnen und -berater in Ihrer Nähe finden Sie über die Zentrale Prüfstelle Prävention.

Hilfsmittel bei Schluckstörungen

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Verwenden Sie einen Teller mit Thermofunktion, da das Essen bei Schluckstörungen mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. So bleibt die Speise länger warm. Einfache Modelle finden Sie bei der Babyausstattung in der Drogerie.

Manchmal ist ein spezieller Trinkbecher hilfreich, vor allem, wenn die pflegebedürftige Person den Kopf nicht in den Nacken legen kann, um zu trinken. Hier hilft Ihnen ein Besuch im Sanitätshaus weiter.

Sie können den üblichen Becher mit einem Trinkaufsatz ausstatten, der das Verschütten von Flüssigkeit verhindert. Die Produkte finden Sie im Sanitätshaus.

Medikamenteneinnahme regeln

Auf einem Holztisch steht ein weißes Mörsergefäss, links lehnt der Stößel.

Für die Medikamenteneinnahme gibt es Systeme, die Ihnen helfen, die Tabletten zu zerkleinern. Das kann ein einfacher Mörser sein oder ein entsprechendes System aus Hartplastik. Lassen Sie sich zu den Produkten beraten, denn die Handhabung variiert und sollte für Sie einfach bleiben.

Klären Sie mit dem Hausarzt ab, welche Medikamente zerkleinert verabreicht werden dürfen. Ggf. ist eine Verordnungsänderung notwendig.